Low Carb – Eine gute Idee für den A-Typ???

Mainstream ist nicht immer hilfreich. Ich erkläre dir, warum du als A-Typ im Training mit einer Low-Carb-Ernährung deine sportlichen Ziele nicht erreichen wirst.

Wenn du im Muskelaufbautraining Erfolge verzeichnen möchtest, sollst du dich laut gängiger Meinungen eiweißreich ernähren mit wenigen Kohlenhydraten. Nun habe ich einen Kunden, der seit ca. einem Jahr ambitioniert Krafttraining betreibt. Für ihn ist nach eigener Aussage intensives Training ein Druckventil, um Stress von der Arbeit rauszulassen. Sein Körper ist gut definiert, aber trotz einer hohen Eiweißzufuhr wird er immer schlanker und kraftloser. Er hat Blutgruppe A0. Durch den 0-Anteil hat dieser A-Typ auf jeden Fall einen größeren Bewegungsdrang als der reine A-Typ. Doch Vorsicht: Die Stoffwechselvorgänge sind vorherrschend A-geprägt!

Warum die Eiweißverdauung nicht gut funktioniert

In der Ernährung nimmt der A-Typ eine besondere Rolle ein. Sein Körper benötigt viel weniger tierisches Eiweiß als die der anderen Bluttypen. Ein Übermaß an Eiweiß führt zu Trägheit und nimmt dem A-Typ jegliche Energie. Außerdem fehlt ihm ausreichend Magensäure, um Lebensmittel mit einem hohen Eiweißgehalt im Magen zu zersetzen. Blutgruppe A hat von Natur aus wenig Magensäure. Die Blutgruppen-Antigene legen fest, wie viel Magensäure ein Mensch produziert. Neben dem Speichel ist die Magensäure ein wichtiger Verdauungssaft im Körper, der die Nahrung zerkleinert und für den Darm aufbereitet. Diese besteht aus Salzsäure, welche Krankheitskeime der Nahrung zerstört und den Darm vor Infektionen schützt. Während der Aufspaltung von tierischem Eiweiß erhöht sich normalerweise der Säuregehalt. Beim A-Typ ist das nicht der Fall. Unter anderem wird Eiweiß durch das Enzym Pepsin aufgespalten. Bei einem geringen Magensäurespiegel wird dieses Enzym jedoch gar nicht erst aktiv. Die im Magensaft schwimmenden Antigene können sogar Pepsin komplett inaktivieren. Die Folge ist eine unvollständige Eiweißverwertung. Unverdaute Teile im Verdauungssystem sind immer ein Eingriff in den Stoffwechsel der Nahrungskette. Und wenn der Stoffwechsel nicht richtig arbeiten kann, geht dies immer mit einem größeren Energieverlust einher. Nahrung liegt dadurch nicht nur schwer im Magen – es bleiben auch viele Vitamine, Mineralstoffe und Nährstoffe ungenutzt. Eiweiß braucht der A-Typ trotzdem. Neben pflanzlichen Eiweißquellen kann der A-Typ einmal in der Woche leicht verdauliches tierisches Eiweiß aus Fischen wie Lachs oder aus Geflügel konsumieren.

Kohlenhydrate als Basis für ein gutes Energieniveau

Im Gegensatz zur niedrigen Magensäure hat der A-Typ eine erhöhte Aktivität des Enzyms Amylase, welches für die Aufspaltung von Kohlenhydraten zuständig ist. Das bedeutet nicht, dass der tägliche Griff in die Süßigkeiten-Dose gut für ihn ist. Komplexe Kohlenhydrate aus Gemüse und Getreide sind diejenigen, die für ihn besonders bekömmlich sind. Die einzige Ausnahme: Weizen. Ein hoher Verzehr an Nudeln, Brot, Müsli und Seitan aus Weizen lässt den Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren. Denn Weizen enthält wie jedes andere Getreide auch viele schnell aufspaltbare Glukose-Zucker-Bausteine, die zur ständigen Insulinausschüttung anregen. Dabei ist es egal, ob Vollkornbrot oder Weißbrot gegessen wird. Der Zuckergehalt ist nahezu identisch. Nach jahrelangem Konsum kann es sogar zur Insulinresistenz kommen. Das bedeutet, Zucker kann nicht mehr aus dem Blut abgebaut werden, weil das Hormon Insulin seine Wirkung als Rezeptor verliert. Der Zucker kann nicht andocken und schwirrt weiter durch den Blutkreislauf. Daraus resultiert ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel, der wiederum Entzündungs-Gene anschaltet. Außerdem ist Weizen für den A-Typ ein Säurebildner. Das Säure-Basen-Gleichgewicht im Muskelgewebe verschiebt sich und der Kalorienstoffwechsel wird gehemmt, ein Teufelskreis. Eine optimale Ernährung für Menschen mit der Blutgruppe A beinhaltet daher eine vegetarische fettarme Kost aus einem hohen Anteil an saisonalem Gemüse, Nüssen, Samen, Obst und Getreide (ohne Weizen) die insgesamt ausgewogen ist. Und dann klappt es auch langfristig mit einem definierten Körper durch Krafttraining und einem hohen Energieniveau!

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